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Hilfsmittel

(ml) Menschen mit Behinderung benötigen unter Umständen Hilfsmittel, um ihren Alltag möglichst selbstbestimmt zu gestalten, die Schule zu besuchen oder dem Beruf nachzugehen. Hilfsmittel sind beispielsweise Kommunikations- und Mobilitätshilfen für hör-, seh- und sprachbehinderte Menschen oder Körperersatzstücke, orthopädische Anfertigungen, Rollstühle, Gehhilfen etc.

Hilfsmittel zur Berufsausübung

Im Rahmen der Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (LTA) stehen Menschen mit Behinderung Hilfsmittel zur Nutzung am Ausbildung- oder Arbeitsplatz zu. Dies gilt bei der Neuaufnahme einer Beschäftigung wie auch für bereits bestehende Arbeitsverhältnisse.

Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen können Zuschüsse für betriebliche Umbauten erhalten – zum Beispiel für Auffahrrampen, automatische Türen, Treppenlifte, behinderungsgerechte Sanitäranlagen.

Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen können einen Antrag stellen auf

  • persönliche Hilfsmittel
    (zum Beispiel orthopädische Sicherheitsschuhe oder spezielle Hör- und Sehhilfen),
  • technische Arbeitshilfen
    (zum Beispiel orthopädische Sitzhilfen, Stehpulte, höhenverstellbare Schreibtische, Hebe- oder Transporthilfen, speziell gestaltete PC-Tastaturen) oder
  • Ausrüstungsbeihilfen
    (zum Beispiel Berufsbekleidung, Schuhe, Schutzbekleidung, Arbeitsgeräte)


Der Antrag auf Kostenübernahme von Hilfsmitteln muss durch die Betroffenen selbst bei einem Kostenträger (beispielsweise Integrationsamt, Rentenversicherung oder Arbeitsagentur) gestellt werden – und zwar vor Beschaffung der Hilfsmittel.

Stand: Dezember 2016