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Ein-Euro-Job

(ml) Ein-Euro-Jobs (offiziell: Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentschädigung) sind für Menschen gedacht, die bereits längere Zeit arbeitslos sind und Arbeitslosengeld II (Alg II) bekommen. Arbeitslose Menschen sollen damit die Möglichkeit erhalten, wieder am Arbeitsleben teilzunehmen und etwas zum Alg II hinzu zu verdienen. Ein-Euro-Jobs sind aber nicht sozialversicherungspflichtig und darum keine Beschäftigung im eigentlichen Sinne.

Welche Jobs können Ein-Euro-Jobs sein?

Ein-Euro-Jobs müssen gemeinnützig sein und dürfen normale Arbeitsplätze nicht verdrängen. So darf zum Beispiel ein Krankenpfleger/eine Krankenpflegerin nicht durch einen oder eine "Ein-Euro-Jobber/in" ersetzt werden. Ein Ein-Euro-Job muss außerdem zeitlich begrenzt sein und er muss den Arbeitslosen eine Chance auf einen richtigen Arbeitsplatz bieten.

Es gibt ganz unterschiedliche Ein-Euro-Jobs: Beispiele dafür wären die Hilfe in einer Stadtbücherei oder beim Bau von Kinderspielplätzen. Ein-Euro-Jobs gibt auch bei der Pflege von Parks und Anlagen oder bei Angeboten in der Nachbarschaftshilfe.

Städte, Gemeinden oder gemeinnützige Einrichtungen, die solche Jobs anbieten, melden das den Arbeitsagenturen. Die Arbeitsagenturen vermitteln diese Jobs an die Arbeitslosen. Arbeitslose, denen ein "Ein-Euro-Job" angeboten wird, müssen ihn annehmen, ansonsten kann das Arbeitslosengeld gekürzt werden. Wenn Arbeitslose unter 25 Jahre alt sind, kann das ALG II sogar ganz gestrichen werden.

Stand: Dezember 2016