Lexikon von A - Z

Inhalt

Arbeitserprobung

(ml) Die Arbeitserprobung ist ein Angebot für junge Menschen mit Behinderung ohne feste Berufsvorstellung oder für Rehabilitand/innen, die sich beruflich neu orientieren müssen und die passende Ausbildung suchen. Sie zählt zu den Maßnahmen der Berufsvorbereitung. Arbeitserprobungen finden in Rehabilitationseinrichtungen (Berufsbildungswerken, Berufsförderungswerken oder Einrichtungen zur Medizinisch-beruflichen Rehabilitation) statt.

Ziel der Arbeitserprobung ist es, gemeinsam mit den Jugendlichen die berufliche Eignung für ein bestimmtes Berufsziel und die Auswahl von erforderlichen Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben zu klären (§ 33 Absatz 4 SGB IX). Die Jugendlichen können im Laufe der Arbeitserprobung typische Tätigkeiten eines Berufes oder eines Berufsfeldes kennenlernen und die eigenen Fähigkeiten durch konkretes Ausprobieren testen.

Dabei wird auch geprüft, ob für den in Frage kommenden Ausbildungsplatz eine bestimmte Ausstattung (Technische Hilfen) gebraucht wird und ob im Unterricht der Berufsschule weitere Hilfen erforderlich sind. Art und Dauer der Arbeitserprobung werden in jedem einzelnen Fall durch den zuständigen Rehabilitationsträger festgelegt (§ 6 Absatz 1 SGB IX).

Die Arbeitserprobung wird von der Berufsberatung der Agentur für Arbeit vermittelt und finanziert, wenn die Berufsberatung für behinderte Menschen auch nach Einschaltung des Ärztlichen Dienstes oder des Psychologischen Dienstes noch keinen abschließenden Eingliederungsvorschlag unterbreiten kann, der zu den persönlichen Voraussetzungen der Jugendlichen passt.

Stand: Juli 2016