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Kooperative und Integrative Ausbildungen

Drei stilisierte Männchen fügen drei Zahnräder zusammen
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(ku) Diese Ausbildungsformen finden in Kooperation mit Bildungsträgern statt, die auf die Ausbildung behinderter Menschen spezialisiert sind. Das sind zum Beispiel Berufsbildungswerke oder die Bildungswerke der Wirtschaft.


Der Auszubildende schließt dabei den Ausbildungsvertrag mit dem Bildungsträger ab. Dieser übernimmt den theoretischen Teil der Ausbildung. Die praktische Ausbildung findet teilweise oder ganz im Betrieb statt. Der Ausbildungsbetrieb schließt dazu einen Kooperationsvertrag mit dem Bildungsträger ab.
Es können auch mehrere Unternehmen beteiligt sein, in diesem Fall spricht man von einer Verbundausbildung. Diese Variante ermöglicht es kleineren Betrieben, die nur in Teilbereichen eines Berufsbildes ausbilden können, einen Auszubildenden einzustellen. Die Anrechnung des Auszubildenden auf die Ausgleichsabgabe bleibt bestehen.

Die wichtigsten Vorteile für Ihr Unternehmen

  • Es fallen weder Ausbildungsvergütung noch Sozialversicherungsbeiträge an.
  • Das Fachpersonal des Bildungsträgers unterstützt Sie während der gesamten Ausbildung.

Sie lernen so ohne Risiko motivierte Jugendliche kennen und gewinnen mit den Bildungsträgern Kooperationspartner mit hohen didaktischen Qualitäten. Das kommt Ihrer gesamten betrieblichen Ausbildungspraxis zu Gute, denn was für Jugendliche mit Behinderung notwendig ist, ist in der Regel auch nützlich für Jugendliche ohne Behinderung.

 

Kooperative Ausbildung

Bei der kooperativen Berufsausbildung absolvieren die Auszubildenden den praktischen Teil der Ausbildung teilweise oder ganz in Kooperationsbetrieben.

Um den theoretischen Teil der Ausbildung kümmern sich die Bildungsträger. Der Auszubildende besucht die reguläre Berufsschule oder eine Förderberufsschule. Den notwendigen Stütz- und Förderunterricht sowie die sozialpädagogische Begleitung organisieren die Mitarbeiter der Bildungsträger.
Die Bildungsträger helfen den Unternehmen bei der Suche nach einem geeigneten Auszubildenden und sorgen für die Vorqualifizierung der Auszubildenden in den ersten Monaten der Ausbildung.

Im Anschluss kann zunächst ein Betriebspraktikum absolviert werden, bevor die eigentliche Ausbildung beginnt.
Auch während der Ausbildung unterstützen die Bildungsträger sowohl die Auszubildenden als auch die Kooperationsbetriebe ggf. bis zum Ende der Ausbildung.
Bei Übernahme des Jugendlichen nach der Ausbildung gibt es finanzielle Fördermöglichkeiten. Auch darüber wird Sie der Bildungsträger informieren.
Eine besonders enge Kooperation findet bei der Verzahnten Ausbildung mit den Berufsbildungswerken statt. Hier erfahren Sie mehr dazu.
 

Integrative Ausbildung

Der Unterschied zur kooperativen Ausbildung besteht darin, dass auch der fachpraktische Teil der Ausbildung zum größten Teil beim Bildungsanbieter stattfindet. Pro Ausbildungsjahr muss der Auszubildende mindestens 40 Tage, maximal 120 Arbeitstage in einem Ausbildungsbetrieb tätig sein.